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KIRCHE/parish church
WIR / DSGVO












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- Unseren monatlichen Impuls für Sie
- Veranstaltungen 2020
- Bildergalerie zu den Veranstaltung (Jahresrückblickend)
- "Tatkräftiges" für Sankt Martin
- Sankt Martin "im Wandel der Zeit"
- Die Jahre der Sanierung und Restaurierung
- Alte Fotos aus dem Stadtarchiv und allte Postkartenansichten
- Die "Glänzenden Aussichten" mit Fotos unserer Gäste





Quelle unserer Impulse 2020:
Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach, Bergneustadt










                                               Unser Hinweis!
Änderungen der Öffnungszeiten auf Grund von Gottesdiensten möglich!
                                      Wir danken für Ihr Verständnis!

ZUSÄTZLICHE VERANSTALTUNGEN WERDEN RECHTZEITIG ANGEKÜNDIGT!













Internet:www.martinsweg-am-mittelrhein.de     email: volker.collinet@bgv-trier.de
                                         und auf unserem Link "WIR"











                                Infos zur Kirchenmaus im Link "WIR"













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       Als Hinweis ... diese Galerie ist "Jahresrückblickend" angeordnet !




                                    mit herzlicher Einladung
des 1. Vors. Förderverein Sankt Martin-Kirche Linz/Rh. e.V.                                 
                                         A.-Peter Gillrath





Den Blick ins Herz und frage dich

ob drinnen aufgestellt
die Krippe mit dem Christuskind,
dem Herren aller Welt.

Und ob das Kreuz dabei nicht fehlt
mit seinem blut'gen Schein;
für Bethlehem und Golgotha
muss Raum im Herzen sein.

Und dann hinaus in alle Welt!

Und wo noch weilt die Nacht,
verkünde du als Morgenstern
den Tag, den Gott gemacht!

Gründ überall ein Bethlehem,
wo man die Krippe sieht,
und überall ein Golgotha,
wo man am Kreuze kniet.

                                (Julius Sturm)



            Die nachfolgenden Fotos wurden dem Förderverein vom

   Fotostudio Heinz-Werner Lamberz, Linz zur Verfügung gestellt.

                               Wir danken ganz herzlich!


www.creativ-picture.de




                         Die Hauskrippe von St. Martin auf der Katharinen - Empore






























               "Anna Selbdritt"      Mutter Anna - Maria - Jesus

                       aus dem Kirchenschatz von St. Martin



Fotoquelle Alina Gillrath















































































                    Die Fotos wurden dem Förderverein zur Veröffentlichung
                        von Herrn Dr. Adam Oellers zur Verfügung gestellt.












GÜNTHER OELLERS


                                                                                 EDITH OELLERS-TEUBER
















































"Segne du, Maria, segne mich dein Kind,dass ich hier den Frieden,dort den Himmel find!Segne all mein Denken, segne all mein Tun, lass in deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn! Lass in deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn!"


"Segne du Maria, alle, die mir lieb, deinen Muttersegen ihnen täglich gib! Deine Mutterhände breit auf alle aus, segne alle Herzen, segne jedes Haus! Segne alle Herzen, segne jedes Haus!"











vorgetragen vom 1. Vors. des Fördervereins, A.-Peter Gillrath und den Weinmajestäten - Weinkönigin Jana mit den Prinzessinnen Rabea und May











Zum fair gehandelten Wein, der nach der Andacht vorgestellt wurde, gab es viel zu berichten ....






.... und abschließend von den zahlreichen Gästen verkostet.





Die musikalische Begleitung durch  Frau Ruth Zimmermann ....


gaben diesem besonderen Moment zum  Winzerfest einen würdigen Rahmen !


Den Weinmajestäten , den Gästen und allen Helfern ein herzliches Danke!










      Mit Erlaubnis der Teilnehmenden ... Fotos: Bettina Goessner-Gillrath








    Pastor L.  Anhalt



                Bürgermeister Dr. G. Faust




























Oellers-Wege. Altäre, Engel und Heilige

Im Jahr 1994 wurde in der Thomas-Morus Akademie Bensberg eine Ausstellung gezeigt mit Bildern von Edith Oellers-Teuber und Skulpturen von Günther Oellers unter dem Titel "Parallel - Begegnung in Kunst und Leben".  25 Jahre später kommt es hier, nach dem Tod beider Künstler, zu einer neuen Begegnung. Die beiden je auf ihre Weise von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg Gezeichneten lernten sich beim Studium an den Kölner Werkkunstschulen kennen und lieben, heirateten 1948 und bekamen drei Kinder. Bis zum Tod von Günther Oellers im Jahr 2011 dauerte auch die Begegnung und gegenseitige Bereicherung auf dem Feld der Kunst an. Beim Ehepaar Oellers trifft das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an" gleich auf mehrfache Weise zu. Edith Teuber wurde in Duisburg von einer aus Westfalen stammenden Mutter geboren, wohin die Familie aufgrund der Zeitumstände umsiedelte. Günther Oellers stammt aus Linz am Rhein, wo er sein ganzes Leben verbrachte mit Ausnahme eines längeren Studienaufenthalts in Paris. Beide unternahmen bei aller Bodenständigkeit jedoch zahlreiche Studienreisen, die sie auf je eigene Weise für ihre Werke inspirierten.

Edith Oellers-Teuber gilt vor allem als Malerin von Landschaften. Aber Vorsicht: Das sind keine gefälligen Veduten für die Sofa-Ecke. Nur beim ersten Hinsehen erscheinen die Bilder harmonisch, bei näherer Betrachtung entpuppen sie sich oft als hintergründige, mitunter verstörende Bilder, die den Betrachter, die Betrachterin auf sich selbst zurückweisen. Oft sind es versehrte Landschaften, Ruinen mit den Reminiszenzen der menschlichen Dramen und Tragödien, die sich vor Urzeiten dort abgespielt haben. Zeit- und Bildebenen werden collageartig miteinander vermischt und ziehen die Betrachtenden geradezu in das Bild hinein. Adam Oellers charakterisiert die Arbeitsweise seiner Mutter: "Die Malerin hat ein instinktives Gespür für diese Gegenwelten hinter der Normalität, erforscht und erkennt die gelegten Hinweise, setzt sie schließlich als ästhetischen Kontrast oder Bruch ins Bild. Spuren verfolgen und Gefühlsempfindungen nachgehen heißt aber nicht nur, in den Schilderungen der Orte der Betrachtung stecken zu bleiben, es bedeutet ihr auch, Geschichte und Geschichten weiterzuspinnen." (Zwei Künstlergenerationen 26)

Auch in den Materialcollagen, oft spielerisch arrangiert und manchmal durchaus humorvoll zu sehen, verbirgt sich Hintergründiges: Fundstücke aus vergangenen Lebenskontexten, die durch neue Assoziationen im künstlerischen Prozess und bei dessen Rezeption revitalisiert werden. So ist indirekt bei den Bildern immer auch der Mensch im Blick, auch und gerade bei seiner Abwesenheit. Die scheinbare Lust am Morbiden, Fragmentarischen ist aber nur die Kehrseite einer Menschen-Zugewandtheit und Erzählfreude der Künstlerin.

Die Materialbilder transzendieren die Zweidimensionalität der klassischen Malerei, wie dies schon in illusionistischen Deckengemälden barocker Kirchen durch die plastische Fortführung der Fresken in die dritte Dimension der Fall war. Edith Oellers-Teuber strebte die Dreidimensionalität auch auf der Fläche an, z. B. durch Schichtungen in Ausgrabungsbildern oder durch Anachronismen in Ruinenbildern. Es ist bezeichnend, dass sie selbst bei dem Porträt ihres Mannes aus dem Jahr 1987 eine Multiperspektivität angedeutet hat. Bei der Vorbesichtigung der Ausstellung zusammen mit Edith Oellers fiel uns auf, dass der Kopf des Künstlers dreimal abgebildet ist. Von der Vogelperspektive oben im Bild dreht sich der Betrachtungswinkel in die Seitenansicht. Auch dieses Bild ist voller Rätsel wie der visionär nach innen gerichtete Blick des Künstlers. 

Mit dem Begriff des Visionären ist zumindest eine wesentliche Dimension des Werks von Günther Oellers beschrieben. Man könnte sagen, bei ihm steht der Mensch im Mittelpunkt seines Schaffens. Aber auch das ist nicht wirklich zutreffend. Franz Josef van der Grinten hat es auf den Punkt gebracht: "Das Tun, nicht der Tuende, ist dargestellt, zeitlos und ohne vordergründig gesellschaftliche Bezüge allgemein." Solche Arbeiten finden sich vor allem auf dem Linzer Skulpturenweg (1: Kniende und betende Engel; 4: Rufende; 5: Die Gefesselten; 6: Betende mit erhobenen Händen; 8: Kniende), und in der Marienkirche (3: Der Große Konvent; 5: Expressiver Choral). Van der Grinten: "Letztlich ist es ein Philosophieren über das Sein, das sich bei diesem Bildhauer, wie es ja sein Metier ist, in seinen Figuren artikuliert, Figuren von Menschen und Engeln, Chöre gewissermaßen in ihrem jeweiligen Unisono, Chöre vor dem Thron des Schöpfers von allem, was ist." (Parallel 4) 

Nun haben die drei Kinder des Künstlerehepaares Oellers Adam, Maria und Edith uns diese Ausstellung eingerichtet. Damit kommt es ein Vierteljahrhundert nach der Ausstellung in Bensberg zu einer neuen Parallel-Begegnung, nun aber mit einem Dritten: dem Raum der altehrwürdigen Martinskirche. Trägt diese zwar schon seit Mitte der 50er Jahre die Handschrift von Günther Oellers mit Altar, Kanzel und Einfassung des mittelalterlichen Altarbildes "Gnadenstuhl", so waren wir gespannt darauf, wie sich seine freien Arbeiten im Raum verhalten. Noch mehr aber durften wir gespannt darauf sein, wie die Arbeiten von Edith Oellers-Teuber zum Raum stehen: bilden sie einen Fremdkörper in ihm, oder treten sie mit ihm in einen Dialog?

Wer Raum und Kunstwerke auf sich wirken lässt, wird sich der Suggestion der Farben und Formen kaum entziehen können. Vor allem aber fallen inhaltliche Bezüge in die Augen: Ein alter Kirchenraum wie St. Martin ist wie eine archäologische Ausgrabungsstätte der Glaubensgeschichte einer Gemeinde mit den zahlreichen Orten der Erinnerung, den Altären, Gräbern, Emporen und Nischen, Figuren und Bildern. Die Vielschichtigkeit der Gemälde von Edith Oellers-Teuber, ihre Hintergründigkeit und Gegensätzlichkeit, korrespondiert mit den Dimensionen des Raums. Dessen Bilder und Reliquien erzählen Geschichten, die sich in manchen der Bilder auf ihre Weise widerspiegeln: Geschichten von Liebe und Leid, Schuld und Vergebung, Leben und Tod. So kann auch noch die verfallende Kirchenruine im Bild die Vision längst vergangener Prozessionen und Feiern hervorlocken. Die Spuren der Vergangenheit im und am Gebäude und die Schichten in den Bildern künden jeweils von Menschen, die die Mauern und die Ruinen einst belebt haben. Demgegenüber aber ist der intakte gegenwärtige Kirchenraum ein lebendiger Raum, wenn aktuell dort gebetet und Gottesdienst gefeiert oder wenn er einfach nur aufgesucht wird. Altar und Kanzel-Ambo von Günther Oellers haben hier eine dienende Funktion, behaupten sich aber auch außerhalb des Gottesdienstes aufgrund ihrer skulpturalen Qualität. 

Für die Dauer der Ausstellung ist ein weiteres Kunstwerk von Günther Oellers in den Chorraum gestellt worden: der Gnadenstuhl. Das mittelalterliche Vorbild finden wir auf dem rechten Seitenaltar: Gott Vater hält den toten Christus gleich einer Pietà. Günther Oellers hat die fehlende Geisttaube über dem Bild skulptural ergänzt. Den Namen „Gnadenstuhl“ trägt dieser Bildtypus aufgrund der Übersetzung Martin Luthers von Hebr 4,16. In der heutigen Einheitsübersetzung lautet der Text: „Lasst uns also voll Zuversicht hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit!"

Die Bezeichnung „Gnadenstuhl“ deutet darauf hin, dass in diesem Bild weniger etwas über das Wesen des dreifaltigen Gottes an sich ausgesagt werden soll als über sein Wirken für uns: Die Kirche tritt bei der Feier der Hl. Messe vor den „Thron der Gnade“ mit ihren Gaben Brot und Wein, die sie zuvor schon als Schöpfungsgaben von Gott geschenkt bekommen hat. Diese Gaben bezeichnen den geopferten Leib und das vergossene Blut Christi, des einzigen Hohepriesters des Neuen Bundes. Der auferstandene und erhöhte Christus bleibt derjenige, der sein Leben für die Seinen hingibt. Sein Thron ist zugleich Opferaltar. Die Vergegenwärtigung des einmaligen Kreuzesopfers geschieht freilich auf unblutige Weise, „in der Kraft des Heiligen Geistes“.

Die Bilderfindung von Günther Oellers greift einerseits die traditionelle Thematik des „Gnadenstuhls“ auf, führt sie andererseits aber auf eigenständige Weise fort. Die Holzkonstruktion setzt die Doppeldeutigkeit von göttlichem Thron und Altar ins Bild, wie wir sie in der Religionsgeschichte des Alten Orients oftmals vorfinden und die auch in der Ikonographie des christlichen Altars nicht unbekannt ist. Der (symbolische) Thron der Gottheit dient als Ablage für die Opfergaben, er wird zum Bild des „himmlischen Altars“, von dem der Römische Kanon spricht.

Die in Eisenguss ausgeführte Darstellung der Dreifaltigkeit lässt die beiden Gestalten von Vater und Sohn in einer kreuzförmigen Komposition miteinander verschmelzen. Aber nicht nur das: Der Kopf der „Taube“ befindet sich unterhalb der Köpfe des Vaters und des Sohnes. Der Künstler bemerkte dazu: „Dieser Kopf des hl. Geistes ist in der Anordnung das Herz des Kreuzes und trägt mit seinen Schwingen, die nicht da sind (wenngleich in den Linien angedeutet), das ganze Geschehen in die Transzendenz... in den Kosmos...?“. Vater und Sohn sind im oberen Teil des Kreuzes. Die Andeutung einer Krone suggeriert zugleich Erniedrigung (Dornenkrone) und Erhöhung (Inthronisation als König). Vater und Sohn werden vom Geist getragen, der hier als Inbegriff der innertrinitarischen Liebe das Zentrum bildet. Auch die Kirche glaubt sich vom Hl. Geist getragen. Durch Christus, ihr Haupt, ist sie einbezogen in den göttlichen Dialog. Der „Gnadenstuhl“ zeigt uns Gott als den Spender allen Lebens, angefangen vom ersten Tag der Schöpfung durch das Wort Gottes bis zum Jüngsten Tag. Der „Gnadenstuhl“ ist ein Bild der Teilhabe an der Fülle Gottes, nicht nur für die Kirche, sondern für den ganzen Kosmos.

Das ist alles andere als ein leicht zugängliches Bild. Auch in der abstrahierenden Interpretation von Günther Oellers bleibt es verstörend. Ähnliches gilt für viele seiner Engeldarstellungen. Unsere ikonographische Tradition hat uns ein ganz bestimmtes Muster eingeprägt, das von Oellers gerade nicht bedient wird. Die Engel haben keine Vogelflügel und keinen menschlichen Körper. Wie also soll man die unkörperlichen Wesen darstellen? Oellers geht in die Abstraktion und in die Symbolsprache. Zwar kann man manche seiner Formen noch als Schwingen deuten, der "Körper" wird aber als Negation formuliert: durch Aussparung in Form eines kreisrunden Lochs. Man merkt den Arbeiten das Ringen um die Form an. Wie Frank Günther Zehnder betont hat, sind die Werke von Günther Oellers, "seine Ikonographie in ihrer Gesamtheit, jede einzelne Arbeit, Einzelthemen und Motive ... in Entstehung und Deutung, in Materialwahl und Werkgerechtigkeit, in theologischem wie humanem Profil von außerordentlichem Anspruch." (Parallel 8).

Ähnliches gilt für Edith Oellers-Teuber. Franz Joseph van der Grinten sah die Gemeinsamkeit des Künstlerehepaares bei aller Unterschiedlichkeit der Mittel im Streben nach dem Ursprung. Er beschrieb die Besonderheit der Malweise von Edith Oellers-Teuber folgendermaßen: "Nichts nur Formel, keine Klammerung im Kontur, kein Lasten. Stets aber der Raum und sein Sichweiten, nie die Fläche bloß, in die das Sichtbargemachte gehoben ist...  Daß die Bilder lichthaltig sind über die allgemeine Grundbedingung hinaus, daß alle Farbe die Erscheinungsweise des Lichtes sei, erklärt sich auch aus dem Bemühen der Malerin, Licht in das zu bringen, was ich ihr Streben nach dem Ursprung nannte. Es meint nicht Neubeginn, sondern den Gang zu den Wurzeln." (Parallel 3)

Meines Erachtens macht diese Ausstellung gegenüber der von vor 25 Jahren eines noch deutlicher, was ich damals folgendermaßen formulierte: "Das Künstlerehepaar Edith Oellers-Teuber und Günther Oellers betreibt insofern Kunst im Raum der Kirche, als sich beide dem Glauben und der Gemeinschaft der Kirche verbunden fühlen und damit Teil der Kirche sind. Trotzdem handelt es sich - bis auf wenige dezidierte Auftragsarbeiten - nicht im herkömmlichen Sinn um christliche Kunst. Es ist freie Kunst, die Zeugnischarakter hat, eine Kunst, die zum Dialog mit christlichen Themen einlädt, ohne das Christliche stets zu thematisieren." (Parallel 14)

Das "Streben nach dem Ursprung" hat in dieser Hinsicht noch eine andere Facette. Die Bibel beginnt mit den Worten "Im Anfang (en arché) schuf Gott Himmel und Erde" (Gen 1,1), und das vierte Evangelium beginnt mit den Worten "Im Anfang (en arché) war das Wort" (Joh 1,1). Der Ursprung nach jüdisch-christlichem Verständnis hat ein Ich, eine personale Identität ("Der ich bin", Ex 3,14) und in Jesus Christus ein Gesicht. In Gott fallen die beiden Bedeutungen von arché - Ursprung und Herrschaft - zusammen. Das Gemeinsame beider Künstler liegt "im Geheimnis des Personseins begründet, das seine Autonomie eingebunden weiß in die Heteronomie des Verdankens - des einander-Verdankens und letztlich des sich und einander Gott-Verdankens." (ebd.) Edith wählte dafür die Bildsprache des Werdens und Vergehens der Natur, in die der Mensch mit seiner Geschichte als Teil der Schöpfung eingebunden ist. Günther fand im menschlichen Tun im Spannungsfeld von Individuum und Gemeinschaft seinen Bezugspunkt, das seine höchste Sinnerfüllung findet vor dem Angesicht Gottes - mit den Engeln und Heiligen im vereinten Chor.

Albert Gerhards





            Alle Fotos: J.P. Chayriguet




         Mehr über die ST PAUL'S GIRLS' SCHOOL :           https://spgs.org/



   Alleluia Cantate Domino -  Bernard Hughes, conductor



Three Folksongs - Harrison Oxley

The turtle dove // Waly,waly // The lark in the morn


             Heidi Pegler, conductor  -  Alexis White, piano



              Sonate pour clarinette et basson, allegro  -  Francis Poulenc


             Phoenix Mombru, clarinet   //  Clementine Warren, basson


  Drei leichte Trios op 159, no 3, presto  - Carl Reinecke


  Bella Ma, violin  //  Eva Gowen, Cello   //  Sophia Membery, piano


             Quartet for flute, oboe, clarinet, basson  -  Jean Francaix


Isobel Dubovsky, flute  //  Alice Maclachlan, oboe  //  Sophie Wisden, clarinet //  Clemntine Warren, basson


  Sea Fever - Amelia Ross


Bernard Hughes, conductor  //  Alexis White, piano



Blackbird - John Lennon/Paul McCartney


Heidi Pegler, conductor  // Alexis White, piano


             Mr Blue Sky - Jeff Lynne, arr Hughes  ....  und


   Blame it on the Boogie - Mick Jackson, arr Hughes



               Concerto for two violins in D minor, BMV 1043  -  Thomaso Albinoni

               Largo, ma non tanto


Emma Vestergaard-Poulsen, violin solo  //  Simone Vestergard-Poulsen, violin solo  //  Amelia Ross, violin 1  //  Sophia Membery, violin 2  //  Olivia Tredre, viola  //  Eva Gowen, Cello  // Ciara Mahony, continuo  //  Roger Paul, conductor


The Rythm of Life  -  Cy Coleman


Heidi Pegler, conductor  //  Roger Paul, piano


Eine musikalische Darbietung, die durch NICHTS mehr übertroffen werden konnte! Ein Konzert der Superlative! Der 1. Vors. des Fördervereins A.-Peter Gillrath fand in seinem Dank die richtigen Worte!


                  Ein herzliches "DANKE" für diesen Abend!




Alle Fotos: J.P. Chayriguet




Frau Elisabeth Scheffler hatte mit Dorian James Bay tatkräftige Unterstützung!


    Mit Geduld und Fingerspitzengefühl wie bei diesen beiden .....


.... entstehen so wunderschöne Kunstwerke !


Zur Ausstellung bieten wir Ihnen eine CD mit 199 Fotos für DVD Player, Laptop oder PC an.
























                           Eine kleine Auswahl der Exponate


              HUNGERTUCH 2019

















Am 06. April 2019 übergaben die Eheleute Johannes und Elisabeth Birrenbach aus ihrem Familienbesitz eine Muttergottes - Immaculata in den Kirchenschatz von St. Martin. Der Förderverein dankt ganz herzlich für diese wunderbare Statue. Sie wird in St. Martin immer einen würdigen Platz haben.


                  Ganz besonders im Monat Mai - dem Muttergottes-Monat




















ad Erpelle  - der Kunst- und Kulturkreis Erpel e.V. organisierte in St. Martin dieses außergewöhnliche Theaterstück.

Die nachfolgenden Fotos wurden von Herrn Thomas Richard Jahn, stellv. Vorstandsvorsitzender / Künstlerische Planung zur Verfügung gestellt.

Mit Erlaubnis von Herrn Jürg Wisbach und ad Erpelle können sie hier veröffentlicht werden. Der Förderverein St. Martin dankt.




WER WAR JUDAS ISKARIOTH ? Was erwartete an diesem Abend das Publikum in der Martinskirche?


Judas erzählt SEINE Geschichte ... von seiner Kindheit bis zum "Verrat", der ihm zugeschrieben wird.

Jürg Wisbach - in grandioser Darstellung des Judas - bezog von Beginn an das Publikum in "seine Geschichte" mit ein!


"Ich war ein lebhaftes Kind! Ich hatte zwei Brüder und eine Schwester, von denen ich mich verabschiedete, als ich IHM folgte. Meine Brüder nahm ich zum Abschied  in den Arm, und meiner Schwester gab ich einen Kuss!""


"Glaubt ihr mir, dass ich auch Momente mit IHM alleine verbracht habe? Abends am wärmenden Feuer unter dem Sternenhimmel. Auf unserem Weg von Ort zu Ort nebeneinander, gemeinsam unterwegs. Augenblicke oder Stunden - alleine mit IHM? Könnt ihr mir das glauben?"


                                       "Ich kann und will mich nicht reinwaschen!

                                               Ich habe Schuld auf mich geladen!

                                                   Ich habe meinen Fehler bereut!       
         
                              Aber war dies alles für mich und IHN vorbestimmt -
                                                       von einer höheren Macht?               

                            Wie wäre SEIN Leben ohne meinen Verrat verlaufen?         
                                           War SEIN Tod wirklich notwendig?"



"Glaubt ihr wirklich, dass EUER EIGENES LEBEN - so wie es ist - schon vorbestimmt war, ehe ihr geboren wurdet?         Glaubt ihr, dass ER für eure Sünden den Kreuzestod zu eurer Erlösung wirklich erleiden musste?"


"In alter Familientradition wurde mir als Erstgeborenem der Name JUDAS gegeben. Ich war stolz auf meinen Namen!  Doch was geschah mit JUDAS - mit mir und meinem Namen?                Würde einer von euch mit mir seinen Namen tauschen wollen ... Du ... Gerd, Manfred oder Du Günther?"


Das Publikum erlebte ein Stück, das sprachlos und nachdenklich machte. Die Gelegenheit mit Jürg Wisbach nach der Aufführung sprechen und diskutieren zu können war ein weiteres Erlebnis an diesem ganz besonderen Abend.


Mehr zu allen Aktivitäten von ad Erpelle (Theater, Ausstellungen, Konzerte, Ortsführungen und vieles mehr) finden Sie unter www.ad-erpelle.de







In diesem Jahr führte der Ausflug für die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Martinskirche nach Oberwesel. Auf unserer Tagesfahrt begleiteten uns einige Gäste. Es wurde ein Tag voller Informationen und viel Freude.

Nach Zug- und Busfahrt wurden wir um 11:00 Uhr von unserem Kirchenführer  an der Liebfrauenkirche erwartet.

Fotos: J.P. Chayriguet






Eine informative Führung durch eine herrliche Kirche .... wir lassen Bilder sprechen !







Nach 1 1/2 stündiger Führung und anschließender kurzer Stärkung erwartete uns die Martinskirche. Auch hier wieder eine umwerfende Architektur, Fresken, Ölgemälde, Figuren und Skulpturen.











Mit einem Gang durch den Klostergarten und über die Stadtmauer begaben wir uns langsam wieder Richtung Bus und Zug.

Der "krönenden Abschluss" war "IM HAMMERSTEINS IN LINZ" bereits vorbestellt. Hier erwartete uns ein köstliches Abendessen! Dem ganzen Team im Restaurant ein herzliches Dankeschön.






In der Eingangshalle am zweiten südlichen Turmpfeiler befindet sich
                       eine gravierte Votivtafel aus Messing der
                   "Mettel von Krumbach" aus dem Jahre 1539.

Fotodokumentation mit Erlaubnis von Mr. Kevin Herring, Fotos J.P.Chayrigue.


In den zwei oberen Ecken Hauszeichen mit den Initialen HH und MC, darunter das Bildnis des HL. Martin mit Bettler, darunter


"In den Jaren vnsers Hern 1531 vff sent lucien dach ist gestoven die erbere Mettel va(n) Crumebach Herman hoin des Besehirs elige hvsfrauwe der sielen got gnedich sy Ame(n)."


Mr. Kevin Herring, seit 40 Jahren Mitglied der "Monumental Brass Socicty" weilte am 15. Mai 2019 in St. Martin, um von der Votivtafel zwei "Brass Rubbings" anzufertigen. Diese Technik wurde mit Spezialpapier und Wachs durchgeführt.

Hier können Sie nun die Entstehung des "Brass Rubbing" in den einzelnen Schritten verfolgen.



Die Votivplatte wurde von Mr. Herring zuerst mit Spezialpapier abgedeckt ...


               ... und Stück für Stück mit dem Wachsstift bearbeitet ...




... der Hl. Martin im oberen Teil ist schon zu erkennen ...






 ... eine Technik, die ein gutes Auge, eine ruhige Hand
                     und viel Geduld voraussetzt ...


               ... so langsam ist die Arbeit beendet ... nur noch wenige Schritte ...


             ... in Bearbeitung der Randmotive ...




             ... und das "Brass Rubbing" ist fertig !




Mr. Kevin Herring fertigte am 05. Mai 2019 zwei dieser Abriebe an.

Ein Exemplar verbleibt in St. Martin, ein  Exemplar geht als Spende an das Archiv der Martin -  Luther - Universität Halle-Wittenberg.

Dieses Archiv ist durch Prof. Dr. Klaus Krüger - Leiter der Abteilung für Mittelalterliche Geschichte - die sich mit mittelalterlicher Grabkultur beschäftigt, unterstützt und gefördert.



Der Förderverein St. Martin-Kirche Linz/Rh. e.V. bedankt sich

                ganz herzlich bei Mr. Kevin Herring.  





Die notwendige Bausanierung der Außentreppe ist abgeschlossen.


              Nun braucht St. Martin  nur noch einen "neuen Mantel".
  Dazu sind Eimer, Farbe, Pinsel und fleißige Handwerker erforderlich.

                  Für einen Neuanstrich bis in die "hintersten Winkel"
sorgten Vater Michael und Sohn Daniel Krupp der Firma Krupp Linz/Erpel.


       Fotos mit Zustimmung von  Michael und Daniel Krupp






                    Fotos privat in Übergabe an den Förderverein


     St. Martin Foto um 1920



             St. Martin mit Turmuhr Foto um 1928



     St. Martin mit Holzhochaltar, Marienretabel und Kanzel von 1940



                                     St. Martin - Foto 1956

           mit Hauptaltar aus Basaltlava des Linzer Bildhauers Günter Oellers.



Foto 1990: Altarkreuz aus der ehemaligen Kapuzinerkirche 1. Hälfte 18. Jhd.

(heute im Turmraum hinter der Orgelempore)



Blick auf St. Martin mit der alten Gerichtslinde, die gefällt werden musste.



  St. Martin - Foto um 1990



            St. Martin im Januar 2019                         Foto: J.P. Chayriguet














Im nördlichen Seitenschiff - Fund von Resten der Vorgängerkirche (1198)

Die Personen von rechts nach links: 

Architek Ernst, Pastor Zäck und Pfarrsekretär Stahl



        Das Mittelschiff - eine einzige Baustelle - "denn sie wissen was sie tun"



                    Turmraum und Taufkapelle -

               im Vordergrund ein altes Maßwerk

    (heute auf der Katharinen- Empore ausgestellt)

                 und Teile des alten Uhrwerks.




                                        Sebastianus - Taufkapelle  ...

man kann sich vorstellen wieviel Arbeit hier noch geleistet werden muss!




                            Alles in ehrenamtlicher Arbeit !




Bemalte Putzdecke, die wegen Hausschwammbefall abgenommen und durch Flachdecken aus Holz ersetzt werden mussten.

Fotos vor der Abnahme und während der Restaurierung.






Im Chorraum nach Osten ist nur noch der obere Teil der Spitzbogenfenster zu erkennen.

In unglaublicher Höhe mussten die Malereien im Gewölbe in Angriff genommen werden.



Der Gerüstbau ist auf diesen Fotos bis hoch zu der spätromanischen Fenstergruppe im Obergaden der Nordseite zu erkennen.




Die nachfolgenden Fotos wurden chronologisch zusammengefasst.


             Niemand kann jemals wieder so nah fotografieren !







Florale Deckenmalerei der Sebastianus - Taufkapelle mit Schlussstein HL. Sebastian und Stifterwappen Landgraf Hermann IV von Hessen.



                        Ein "Kirchennarr" versteckt sich im Sterngewölbe
                                 vor dem Chorraum im Mittelschiff
                   und kommt langsam auf diesen Fotos zum Vorschein.



Der zweite "Kirchennarr" ist im Sterngewölbe Mittelschiff (Höhe Orgelempore)
zu entdecken.

                         Der damalige 1. Vorsitzende Willi Kill hat sich
                           mit seinen Initialen (WK 1989) eingebracht.



   Konsolabschluss



Mittlerer Gurtbogen



             Zugesetztes Fenster Obergaden Nordseite



                          Heute nicht mehr sichtbar ...
Fenster auf der Nikolausempore hinter den Orgelpfeifen.




Der damalige 1. Vorsitzende Willi Kill bei Arbeiten am alten Uhrwerk, das durch die Abnahme der Turmuhr nicht mehr gebraucht wurde.





                              auf der Katharinen - Empore

                durch die Firma Brenner aus Bad Neuenahr




 Eine Messdienergruppe vor dem großen Portal in "alten Gewändern"...


... mit großem Messbuch,

Vortragekreuz (M. J. Kerb - noch im Kirchenschatz),

zwei Weihrauchfässern (noch im Kirchenschatz),

zwei Weihwasser - Aspergil

und Laterne (noch im Kirchenschatz).                
                                                                               (Jahr der Aufnahme unbekannt)



Von der Stadtarchivarin Frau Andrea Rönz zur Verfügung gestellt.






































































Wir sind gespannt, welche Fotos Sie uns zusenden werden.

     Dies können Sie per Email:renatemannke@yahoo.de
                                     Wir freuen uns!


OSTERMONTAG 23. APRIL 2019
Dorian James Bay (8 Jahre)
                                              mit seinem Blick auf Park und Grabsteine.

Ein ganz herzliches Dankeschön für 76 (!) Fotos, die du an diesem Tag gemacht hast. Hier eine kleine Auswahl.















































































Mit J.P. Chayriguet  
                                 "UM und IN  SANKT MARTIN"
eine Auswahl wunderschöner Eindrücke.

Auch viele seiner Fotos im Link "KIRCHE"

"UM SANKT MATIN"



















































"IN SANKT MARTIN"


































































Mit Diana Adams
                              hinauf zu den GLOCKEN VON SANKT MARTIN
auch von Frau Adams finden Sie weitere Fotos im Link "KIRCHE"



























Patrizia Bay zeigte die
                                      "SYMETHRIE VON SANKT MARTIN"











Bei Roland Thees
                              "LEUCHTETE SANKT MARTIN"

















Christian Adams sah
                                    "SANKT MARTIN IM SCHNEE"













Foto: J.P. Chayriguet


DU bist das Herz, das in unserer Stadt hier schlägt.
DU bist der Fels, der alle trägt.
DU bist der Raum voller Geborgenheit.
DU schützt und wachst seit langer Zeit.
DU stehst stolz auf festem Grund.
DU bist voll Schönheit bis hoch zum Turm.
DU segnest Leben und trägst den Tod.
DU bist der Hort mit Gottes Gebot.
DU bist die Heimat für unseren Herrn.
DU bist ein Leuchtturm und ein Stern.
DU bist prachtvoll und doch ganz schlicht.
DU bist wie ein schönes Liebesgedicht.
DU schenkst Dem Frieden, Der ihn sucht.
DU spendest Kraft und Mut dazu.
DU bist gleichwohl Alltags- und Festtagsort.
DU hinterlässt Eindruck bei Dem, Der geht fort.
DU bist das Dasein und die Wiederkehr.
DU bist unvergesslich bis weit über das Meer.
DU lebst länger, als ein Mensch es kann tun.
DU kennst seit 1206 kein Rasten und Ruh'n.
DU bist ein verlässliches Schiff - im seichten Wasser und hoher Brandung.
DEIN Mittelschiff trägt die schönste Gewandung.
DEINE Jochwände sind geschmückt mit Heiligengestalten-mehr als lebensgroß.
Ursula, Margaretha, Katharina, Barbara, Martin, Petrus und Jakobus.
DEIN Sterngewölbe gleicht einem Himmelsort -
Petrus, Andreas, Lukas und Johannes wachen dort.
Die Urväter aller Handwerker durften DICH bauen und schmücken.
Wer möchte nicht gern in diese vergangene Zeit zurückblicken ?
DU bist ein Erbe, unvergleichlich stark und schön.
DU darfst nicht in dieser kalten Welt verloren geh'n.
DU wirst Deine alte Pracht zurück erhalten,
und unsere Nachkommen werden es uns danken.
DU bist ein Kleinod voller Traum und Wirklichkeit,
behüt' uns weiter bis in Zeit und Ewigkeit.

(c/o Renate Mannke, eine Linzerin im November 2009)



Foto: J.P. Chayriguet